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Gebührenordnung für Therapeuten

Die GebüTh – Gebührenübersicht für Therapeuten– stellt eine Orientierung und Hilfestellung für die Ermittlung von Privatpreisen in allen Fachgebieten der Heilmitteltherapie (Physiotherapie, Ergotherapie, Logopädie und Podologie) dar.

Sie basiert auf den Ergebnissen einer bundesweiten Befragung von Therapiepraxen, aus Fachgutachten und Recherchen im Internet zum Beispiel über frei zugängliche Preislisten der Praxen.

Dabei hat sich gezeigt, dass die Preisstruktur von Therapiepraxen in der Regel an die bekannte und lang erprobte GoÄ – die Gebührenordnung für Ärzte – angelehnt ist. Die GebüTh folgt daher auch diesem Konzept.

Honorarvereinbarung nach GebüTh

Sie sind ausdrücklich darauf hingewiesen worden, dass von Ihnen in Anspruch genommene Zusatzleistungen nicht von der gesetzlichen Krankenkasse bezahlt werden. Grundlage für diese Zusatzleistungen sowie für die Honorarleistungen die Sie mit uns vereinbaren, ist ausschließlich der Wunsch von Ihnen, die Fachkunde unserer Praxis zu nutzen.

Privatpatienten und Selbstzahler sind darüber informiert, dass Sie das vereinbarte Honorar in voller Höhe zu tragen haben. Gemäß § 614 BGB ist die Honorarvergütung stets sofort fällig. Dies gilt unabhängig vom Zeitpunkt einer möglichen Erstattung, der Höhe der Erstattungssumme und dem Erstattungszeitpunkt durch die Erstattungsstellen.

Privatpreise

Privatpatienten haben oft sehr genaue Vorstellungen, welche Art von therapeutischer Qualifikation sie von ihrem Therapeuten erwarten. Abhängig vom jeweiligen Krankheitsbild lässt sich mit einer speziellen Fachqualifikation häufig schneller und effizienter therapieren.

Privatpreise hängen von verschiedenen Faktoren ab:

therapeutische Zusatzqualifikationen

Zu solchen Qualifikationen gehören z.B. Manuelle Therapie, Osteopathie, Therapie nach Dr. Brügger, NLP, LRS-Therapie, Perfetti und viele andere mehr.

Therapeuten investieren sehr unterschiedlich Zeit und Geld in Fachfortbildungen. Daher ist es nachvollziehbar, dass mehr Qualifikation in der Regel auch einen höheren Preis zur Folge hat. Welcher Privatpatient möchte schon gern von einem unerfahrenem Therapeuten/In  behandelt werden?! Gerade anspruchsvolle Patienten legen vollkommen zurecht Wert darauf, regelmäßig von einem erfahrenen Therapeuten/In behandelt zu werden.

Häufig haben sich solche Therapeuten auch auf ganz bestimmte Therapien spezialisiert. Spezialisierte Therapeuten gibt es für viele Krankheitsbilder, so z.B. Atemtherapie bei Mukoviszidose, Schlaganfalltherapie, Stottertherapie, Knie-/Beinspezialisten, Schulter-/Armtherapeuten etc.

Hier profitieren die Patienten vom großen Erfahrungsschatz und Wissen der entsprechenden Therapeuten und verkürzen damit in der Regel die Falldauer.

Therapiedauer

Der Begriff Therapiedauer hat zwei Bedeutungen. Zum einen gibt es die Dauer einer Therapiesitzung und zum anderen gibt es die Dauer eines Behandlungsfalls. Beide Bedeutungen sind für die Preisfindung außerordentlich wichtig.

Dauer einer Therapiesitzung

Die Dauer bzw. Länge einer Therapiesitzung variiert von Praxis zu Praxis. Bei den gesetzlich Krankenversicherten ist die Dauer einer Therapiesitzung vertraglich zwischen Therapeut und Krankenkasse festgeschrieben. Die Mindestbehandlungsdauer einer Physiotherapiesitzung beträgt beispielsweise 15 Minuten!

Solch eine vertragliche Vereinbarung gibt es zwischen Therapiepraxis und PKV nicht. Deswegen werden Privatpatienten in vielen Therapiepraxen auch deutlich länger behandelt. Kürzer als 20 bis 25 Minuten wird eine Physiotherapiesitzung meist nicht sein, oft dauert sie auch 30 Minuten oder eine Stunde.

Kein Wunder, dass eine längere Behandlung auch mehr kostet. In vielen Praxen liegt der Preis pro Behandlungsminute für Privatpatienten manchmal sogar niedriger als bei Kassenpatienten.

Dauer eines Behandlungsfalls

Als Behandlungsfall gilt die gesamte zur Heilung/Linderung vorgenommene Therapie derselben Krankheit/Diagnose/Indikation bis hin zur Wiederherstellung eines „gesunden“, bzw. eines nicht mehr behandlungsbedürftigen Zustands.

Wenn ein mittelmäßiger Therapeut für einen Behandlungsfall 30 Therapiesitzungen benötigt und dafür je Sitzung 22 Euro abrechnet, dann kostet der Behandlungsfall 30 x 22 = 660 Euro.

Ein erstklassiger Therapeut mit einem Honorar für eine Therapiesitzung von 50 Euro benötigt für denselben Fall möglicherweise nur 10 Sitzungen, dann kostet der Behandlungsfall 10 x 50 = 500 Euro.

Dieses Beispiel zeigt sehr anschaulich, dass der Vergleich von Honoraren für eine Sitzung unsinnig ist!

Zusatzdienstleistungen

Privatpatienten erwarten erstklassigen Service und haben hohe Ansprüche! Terminflexibilität im Sinne von Wunschterminen und Wunschtherapeuten sind Leistungen, die einen erhöhten organisatorischen Aufwand für die jeweiligen Praxen bedeuten.

Viele Praxen bieten für Privatpatienten im erheblichen Umfang Zusatzleistungen an, die über die Mindestanforderungen für die Patienten der gesetzlichen Krankenversicherung deutlich hinausgehen, z.B. verlängerte Behandlungszeiten, spezielle Therapieräume etc.

Zusätzlich wählen Privatpatienten ihre Therapiepraxen auch nach Optik und apparativer Ausstattung. Therapiepraxen investieren für ihre Privatpatienten zum Teil erheblich in ein Wohlfühlambiente und eine anspruchsvolle apparative Ausstattung.

Dass solche Zusatzdienstleistung nicht zum Satz der gesetzlichen Krankenkasse zu haben ist, liegt auf der Hand.


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